7 typische Fehler, die man beim E-Mail‑Marketing vermeiden sollte

E-Mails mit Informationen über einen Online-Shop zu verschicken ist eine Technik, die oft verwendet wird. Trotzdem werden auch heute noch immer wieder Fehler gemacht. Hier werden Sie erfahren, wie Sie diese vermeiden können.

Das Entwerfen und Senden von E‑Mails mit Informationen über einen Online‑Shop, z. B. Informationen über Neuigkeiten, Sonderangebote oder über andere Dienstleistungen, ist eine sehr gebräuchliche Strategie von Onlineunternehmen im E-Mail‑Marketing. Gleichwohl bedeutet das Nutzen dieser Strategien nicht immer, dass sie auch korrekt genutzt werden. Hier soll es nicht um darum gehen, das beste oder schlechteste E-Mail‑Design oder die Attraktivität der vorgestellten Angebote zu bewerten, sondern eher um geeignete und ungeeignete Praktiken, die bei dieser Online‑Marketing‑Methode angewandt werden. Wegen genau dieser schlechten Praktiken verwechseln viele Empfänger das Ziel und die Absicht des E‑Mail-Marketings mit Spam. Deshalb finden Sie im Folgenden eine Liste der typischsten Fehler beim Verschicken von „Massen-Mails“.

Typischer Fehler Nr. 1: Fehlende Planung beim E-Mail-Marketing

Die größten Fehler bei jeder digitalen Marketingstrategie liegen an einer schnellen Ausführung ohne längeres Nachdenken. Der Wunsch und die Eile, möglichst schnell zu Ergebnissen zu kommen, können dazu führen, dass man ohne eine vorherige Planung handelt.

Man sollte wenigstens ein wenig Zeit dafür aufbringen, eine E-Mail‑Marketingkampagne auszuarbeiten, bei der die wesentlichen Schritte für das kommende Jahr festgelegt und diejenigen für die nächsten drei Monate genauer dargestellt sind. Sobald man dies getan hat, sollte man sich klare und realistische Ziele für jeden Bereich setzen und diese einhalten. Es gibt sehr nützliches Material, durch das sich die Marketing­‑E‑Mails ständig weiter verbessern lassen.

Typischer Fehler Nr. 2: Falsche Segmentierung

Teilen Sie Ihre Datenbank auf, in dem Sie verschiedene Interessen und mögliche Bedürfnisse berücksichtigen, um eine möglichst passende E-Mail an diejenigen Leute zu verschicken, die mehr Informationen haben möchte.

Professionelle E-Mail‑Marketingtools (mehr zu ihnen und ihrer Relevanz später) ermöglichen es, Kontaktdaten nach verschiedenen Faktoren aufzuteilen: Alter, Wohnort, Geschlecht, Interessen, Anzahl der Einkäufe usw. Nutzen Sie also all diese Informationen, um das meiste aus Ihrer E-Mail‑Marketingkampagne herauszuholen.

Typischer Fehler Nr. 3: Fehlende Personalisierung

Wie bereits in anderen Artikeln zum E­‑Mail‑Marketing erwähnt wurde, ist es bei der Planung von Marketingstrategien wichtig, E‑Mails so weit wie möglich zu individualisieren, sodass die Empfänger nur die für sie interessanten Informationen erhalten.

Folgende Tools kann man nutzen, um E‑Mails zu personalisieren:

  • Individualisierte E-Mail-Felder: Manche Tools erlauben es, dass den Empfängern die E-Mail mit ihren Namen im Betreff oder im Textkörper der E-Mail angezeigt wird. Es hat sich gezeigt, dass sich die Prozentzahl der geöffneten E‑Mails erhöht, wenn die Empfänger ihren Namen in der Betreffzeile lesen.
  • Automatische E‑Mails: Es lässt sich programmieren, dass E‑Mails mit spezifischen Inhalten automatisch an die Kunden versandt werden, was eine sehr nützliche Art der Personalisierung ist. Noch besser ist es, wenn dabei auch einige der Felder in dieser E‑Mail personalisiert sind.
  • Wichtige Anlässe: In Bezug auf den letzten Punkt, wird das Senden von personalisierten E‑Mails zu bestimmten Anlässen wie dem Geburtstag, dem Jahrestag des ersten Einkaufs oder jedes andere persönliche Datum für die Kunden die Chancen erhöhen, aus dem Empfänger einen regelmäßigen Kunden zu machen.

Typischer Fehler Nr. 4: E-Mail‑Datenbanken kaufen

Ein weiterer sehr häufiger Fehler beim E‑Mail Marketing ist es, E-Mail-Datenbanken zu kaufen.

Neben der Tatsache, dass man eine Straftat begehen könnte, wenn die Liste gegen Datenschutzrechte verstößt, ist es sehr wahrscheinlich, dass niemand auf der Liste ein wirkliches Interesse für die vorgestellten Angebote haben wird. Hierdurch kommt es zu Kosten, die sich nicht decken lassen.

Ein idealer Ansatz ist es, seine eigene Datenbank von Grund auf selbst zu erstellen, die all die relevanten Daten über die Abonnenten der E‑Mails enthalten, um ihnen auf dieser Basis interessante und wertvolle E-Mails zu senden.

Typischer Fehler Nr. 5: Ungeeignete Tools verwenden

Plattformen können beim E‑Mail‑Marketing sehr hilfreich sein, aber einer der häufigsten Fehler von Unternehmen, besonders von kleinen Unternehmen, ist die Nutzung von üblichen E‑Mail‑Anbietern wie Hotmail, Yahoo oder Gmail, um massenweise E‑Mails zu versenden.

Zum einen wirkt eine E‑Mail‑Adresse wie „business@gmail.de“ auf den Kunden wenig professionell, zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass diese E‑Mails im Spam‑Ordner oder in der Kategorie „unerwünscht“ landen werden.

Abgesehen von dem Effekt, dass E‑Mails nicht als Spam markiert werden, haben professionelle Tools eine Vielzahl an sehr hilfreichen Funktionen, wie die automatische Anpassung an unterschiedliche Mobilgeräte, einfach anwendbare Vorlagen und umfangreiche Organisationssysteme für Datenbanken und Statistiken.

Typischer Fehler Nr. 6: Ungeeignete Betreffzeilen und Empfänger

Der Betreff stellt einer der kompliziertesten Entscheidungen bei einer E-Mail‑Marketingkampagne dar. Er sollte den Inhalt der E-Mail zusammenfassen und eine Reihe an Voraussetzungen erfüllen:

  • Länge: Die Länge der Betreffzeile ist limitiert. Eine allgemeine Regel ist, dass der Betreff nicht 50-60 Zeichen überschreiten sollte, da dieser durch die E-Mail-Anbieter gekürzt werden könnte, falls er länger ist.
  • Inhalt: Es gibt Wörter und Zeichen, welche durch Filter entdeckt werden und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die E-Mail in den Spam‑Ordner gelangt, wie z. B. die Wörter „Sex“ oder „gratis“ sowie ein erhöhter Gebrauch an Ausrufezeichen und Großbuchstaben. Vermeiden Sie diese Wörter, wenn sich nicht möchten, dass Ihre E­‑Mail auf der schwarzen Liste steht.
  • Absender: Nicht nur der Betreff beeinflusst den Empfänger. Auch ein bekannter, familiärer Name als Absender oder als E-Mail‑Adresse wirkt auf den Empfänger vertrauenswürdiger.
  • Interesse wecken: Ein Betreff, der Fragen aufkommen lässt und die Aufmerksamkeit weckt, ist erfolgreicher als einer, welcher die Fragen direkt beantwortet oder uninteressant ist.

Neben einem möglichsten ansprechenden Betreff, sollte auch die Vorschau des Textes Interesse wecken. Es handelt sich hierbei um den Text, der direkt nach dem Betreff steht.

Typischer Fehler Nr. 7: Fehlende Beobachtung und Analyse

Statistiken zu ignorieren und nicht die Effektivität von jeder durchgeführten E‑Mail‑Marketingkampagne zu überprüfen, ist ein weiterer, sehr häufig gemachter Fehler. Wie bereits im ersten Punkt dieses Artikels bei der Planung und Organisation von Daten angesprochen wurde, soll im letzten Punkt die Auswertung empfohlen werden, also ob die Erwartung durch das Senden der E‑Mails erfüllt wurden oder nicht. Worauf sollte man sich konzentrieren? Jedes Onlineunternehmen sollte seine eigenen Ziele und messbaren Faktoren festlegen, aber es gibt auch einige von allgemeiner Natur: die Anzahl der geöffneten E‑Mails, die Anzahl der aus der Mailingliste ausgetragenen Kunden, Klicks auf die Links sowie die Käufe, die direkt über diesen Kanal getätigt wurden. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass – wenn man sich von der Konkurrenz abheben und positive Ergebnisse erzielen möchte – all diese typischen Fehler beachten und anfangen sollte, seine Zeit und sein Budget in die richtigen und effektiven E‑Mail‑Marketingstrategien zu investieren.

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