Werbung auf Pinterest: Leitfaden für die Erstellung einer Werbekampagne auf Pinterest

In früheren Artikeln wurden schon die Hauptgründe genannt, warum Unternehmen sich dafür entscheiden, Werbung auf Facebook oder auf Twitter zu schalten. Obwohl Pinterest von vielen als sekundäres soziales Netzwerk gesehen wird, sollte man es nicht vernachlässigen. Mehr als 70 Millionen Menschen nutzen dieses soziale Medium bereits täglich, von denen 80 % der Nutzer Frauen sind.

Aber warum sollten Unternehmen Pinterest nutzen? Pinterest eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten und stellt eine einzigartige Chance für Onlineunternehmen dar, Produkte zu positionieren und diese besser zu präsentieren. Trotzdem braucht es wie bei allen sozialen Netzwerken regelmäßige Werbekampagnen auf Pinterest, um die richtigen Nutzer zu erreichen und sich diesen anzunähern. Anders gesagt, investiert man darin, dass die sogenannten Pins genau dort erscheinen, wo das Zielpublikum sie am besten sehen wird und dadurch leichter auf diese eingehen kann. In Bezug auf Werbung auf Pinterest (auch Pinterest‑Ads genannt) sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass die sogenannten Werbe‑Pins („Promoted Pins“) auf den individuellen Interessen der Nutzer sowie auf ihrer Aktivität auf dieser Seite bisher basieren. Läuft diese Segmentierung nicht korrekt ab, können die Nutzer die Werbe‑Pins zwar nicht deaktivieren, aber sie können bestimmte Pins, die ihnen nicht gefallen oder sie nicht interessieren, verstecken.

Hauptziel einer Werbekampagne auf Pinterest festlegen

Am Anfang sollte man das Hauptziel einer Werbekampagne auf Pinterest definieren, wobei man sich für eins der folgenden drei Ziele entscheiden sollte:

  • Engagement: Falls User‑Engagement das Hauptziel sein soll, ist jede Art von Interaktion zwischen den Nutzern und dem Promoted Pin relevant, wie Klicks auf die Pins und die sogenannten Repins. Man investiert also in jede erreichte Interaktion.
  • Website‑Traffic: Hier geht es darum, die Nutzer auf die Webseite des Unternehmens zu führen, wenn sie auf den Werbe‑Pin klicken. Bei dieser Investition zahlt man für jeden getätigten Klick der Nutzer.
  • Präsentation: Ein Werbe‑Pin kann der relevanten Zielgruppe auch einfach eine Marke vorstellen und präsentieren.

Wie erstellt man einen Werbe‑Pin?

Um einen Werbe‑Pin auf Pinterest erstellen zu können, braucht man ein Unternehmensprofil. Besitzt man noch keins, erstellt man sich entweder ein neues Profil oder man wandelt das bereits bestehende Profil in ein Unternehmensprofil um.

  1. Gehen Sie danach auf die englischsprachige Homepage von Pinterest, bewegen Sie den Cursor auf das Feld Ads und wählen sie schließlich die Option Overview aus. Darauf wird Pinterest Ihnen ein Panel zeigen, das dem Werbeanzeigenmanager auf Facebook sehr ähnlich ist. Jetzt können Sie schon damit anfangen, neue Werbekampagnen für Pinterest zu erstellen oder zu bearbeiten.

2. Wie bereits vorher genauer erklärt wurde, ist der erste Schritt, das Hauptziel der Werbekampagne festzulegen. In diesem konkreten Fall und um weiter erklären zu können, wie man einen Werbe-Pin erstellt, um eine Werbung auf Pinterest zu schalten, wird als Beispiel das Ziel Engagement ausgewählt („Boost Engagement With Your Pins“). Möchten Sie jedoch mehr Nutzer auf Ihre Website leiten, dann wählen Sie einfach die andere Option („Get Traffic To Your Website“).

3. Der nächste Schritt ist auch sehr ähnlich wie bei Facebook oder Twitter: Wählen Sie einen Namen für Ihre Werbekampagne aus, ein Anfangs- und ein Enddatum und legen Sie ein tägliches Budget fest. Auf der nächsten Seite wird man gebeten, mehr Details zu dieser Werbekampagne zu geben, z. die ausgewählte Zielgruppe, die Interessen dieser Zielgruppe, Standorte, Sprachen, Mobilgeräte usw. Bei diesen Optionen hat man auch die Möglichkeit, Schlüsselwörter zu definieren, welche den Werbe‑Pin am besten beschreiben. Dieser Punkt wird später genauer erklärt werden.

4. Nachdem man all diese Angaben gemacht hat, erscheint sofort eine Liste aller Pins, damit man den Pin auswählen kann, den man für die Pinterest‑Ads‑Kampagne nutzen möchte. Wenn man sich schon im Voraus überlegt hat, welchen Pin man wählen möchte, stellt Pinterest die Möglichkeit bereit, diesen über ein Suchfeld direkt zu finden. Eine andere Möglichkeit ist es, den Pin zu nutzen, der in den letzten 30 Tagen am häufigsten geklickt oder nachdem „gerepinnt” wurde, wodurch von Anfang an für eine erfolgreiche Kampagne gesorgt sein sollte. Fügen Sie, Sie diesen Pin ausgewählt haben, einen Namen und eine Ziel‑URL hinzu. Es sollte sichergestellt sein, dass die Nutzer zu der beabsichtigten URL geleitet werden und nicht auf einer generellen Homepage landen, da dies die Klickrate (CTR) und die Absprungrate deutlich verbessern wird.

5. Wählen Sie nun die wichtigsten Themen für ihr relevantes Zielpublikum aus. Dies ist einer der wichtigsten Aspekte beim Erstellen eines Werbe‑Pins auf Pinterest, weil eine gute Themenwahl dabei helfen wird, die Zielgruppe schneller zu erreichen und sich dieser anzunähern. Die wesentliche Intention ist es also hier, den Werbe‑Pin in eine der Kategorien von Pinterest einzuordnen, damit die User diesen beim Surfen in diesen Kategorien finden. Es ist sehr wichtig, dass man nur die relevantesten, spezifischen Interessen auswählt und nicht die generellen Interessen des Publikums. Hier kommt es also auf Präzision an.

6. Wählen Sie im nächsten Schritt die Schlüsselwörter, die Sie Ihrem Pin hinzufügen möchten, damit dieser erscheint, wenn die Nutzer auf Pinterest nach diesen Konzepten suchen. Wie auch beim letzten Punkt ist eine passende Auswahl der Schlüsselwörter grundlegend, sodass die Kampagne die erhofften Ergebnisse bringt. Dies ist wichtig, damit man mit den Nutzern während ihres Einkaufprozesses in Kontakt treten kann, da Pinterest wie jede andere Suchmaschine funktioniert. In diesem Zusammenhang stellt Pinterest auch einige relevante und verwandte Wörter zu den bereits ausgewählten Schlüsselwörtern bereit, die man hinzufügen kann.

7. Sobald man die Interessen und Schlüsselwörter ausgewählt hat, ist der Moment gekommen, die Werbekampagne zu segmentieren und einige Daten auszuwählen, damit die Kampagne auch erfolgreich wird: der/die Erscheinungsort/e (an denen der Werbe‑Pin erscheinen soll), die Sprache/n, Geräte (Handy, Tablets und/oder PCs) und das Geschlecht (männlich, weiblich oder beide), an das bzw. die man sich richten möchte.

8. Zum Schluss sollte man unten auf der Seite einen Höchstbetrag angeben, den man bereit ist für das CPE‑Gebot („cost per engagement“) auszugeben. Pinterest bietet eine Liste mit Beträgen an, die für die Anbieter in Frage kommen, um Ihnen diese Entscheidung zu erleichtern und informiert Sie außerdem darüber, ob Ihr Gebot zu niedrig, passend oder zu hoch ist. Pinterest klärt sie also darüber auf, wie Ihr Gebot im Vergleich zu den Beträgen von anderen Anbietern zu bewerten ist. Das CPE‑Gebot ist ein Werbesystem von Pinterest, bei dem man nur zahlen muss, wenn ein Nutzer mehr tut, als sich den Werbe‑Pin bloß anzuschauen, z. B. das Bild „liked“ oder kommentiert – also damit interagiert. Auf Pinterest existiert nicht nur dieses eine Zahlungssystem für Werbung, aber dieses hier wird üblicherweise bei Werbekampagnen mit Pins genutzt.

9. Geben Sie als letztes die Angaben für die Zahlung an oder bearbeiten Sie diese Daten, falls Sie dies vorher noch nicht getan haben. Wichtig ist anzumerken, dass es keine letzte Seite zur Überprüfung der Daten gibt. Stellen Sie also sicher, dass die Werbekampagne zu 100 % Ihren Wünschen entspricht, bevor Sie sie abschicken, da sich diese danach nicht mehr verändern lässt. Trotzdem kann man bestimmte Details der Kampagnen jederzeit bearbeiten, wie den Namen der Werbekampagne, das Enddatum und die täglichen Ausgaben. Natürlich kann man die Kampagne auch jederzeit beenden.

Wie richtet man Conversion‑Tracking ein, um den Erfolg des Werbe‑Pins zu beobachten?

Um die Werbekampagne auf Pinterest zu beobachten, analysieren und optimieren sowie den Erfolg des Werbe‑Pins zu überprüfen, können Sie das Conversion‑Tracking auf Pinterest einrichten. Dafür müssen Sie einen Code oder einen Conversion‑Tag auf Ihrer Website hinzufügen, um die Entwicklung des Website‑Traffic zu verfolgen.

Dieser Conversion‑Code hilft Ihnen zum Beispiel dabei, mit Genauigkeit zu bestimmen, wie viele Leute mittels des Werbe‑Pins einen Einkauf in Ihrem eCommerce‑Unternehmen getätigt haben. Diese Werte zu kennen ist sehr wichtig, um zu bestimmen, ob sich eine Investition in die Werbung auf Pinterest für Sie lohnt.

Zur Erstellung dieses Conversion‑Tags, begeben Sie sich auf die obere linke Seite der Pinterest Homepage und bewegen Sie den Cursor auf das Feld Ads. Wählen Sie anschließend die Option „Conversion Tracking“. Von hier aus können Sie alle Conversion‑Tags, die Sie bereits erstellt haben, überprüfen und neue anlegen. Haben Sie dies getan, wird Ihnen ein Code angezeigt werden, den Sie kopieren und auf der Website einfügen sollten, die Sie tracken möchten. 

Es ist sicherlich empfehlenswert, die Strategien der Suchmaschinenoptimierung auf Pinterest mit Werbekampagnen auf Pinterest zu verbinden, damit Ihr Onlineunternehmen präsenter ist. Auf diese Weise kann es Ihnen gelingen, über verschiedene Kanäle mehr Nutzer auf Ihre Website zu lenken, was ein größeres Publikum auf Ihre Marke aufmerksam macht und dieser so zu mehr Popularität verhilft.

Klicken Sie, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Gesamt: 2 Durchschnittlich: 5]

Schreiben Sie einen Kommentar